Qualitätsstufen
Die Qualitätsstufen setzen die maschinelle PDF/UA-1-Basis voraus und beschreiben zusätzliche Qualitätsmerkmale der Barrierefreiheit.
Die Qualitätsstufen setzen die maschinelle PDF/UA-1-Basis voraus und beschreiben zusätzliche Qualitätsmerkmale der Barrierefreiheit.
Tagged-PDF-Struktur der Datei …. Aufklappen mit Klick auf den Tag. Befunde und Hinweise stehen separat im Befunde-Tab.
Vollständige Liste aller Prüfschritte, die das Tool macht oder plant. Pro Stufe getrennt. Jeder Schritt nennt seine normative Quelle und, wo relevant, was das verbreitete DACH-Werkzeug durchsetzt.
Kurze Erklärung der Konzepte hinter InklaraPDF: was steckt hinter den Stufen, Profilen und Befunden? Wer tiefer einsteigen will, findet unten die Original-Quellen.
Die Stufen bauen aufeinander auf: Stufe 4 ist die Basis, jede höhere Stufe setzt die darunter voraus. Die Stufen 4, 3 und 2 werden vollständig maschinell ermittelt (reine Pflichtfehler); Stufe 1 ergänzt die manuelle Sichtprüfung durch eine fachkundige Person. „Höchste erreichte Stufe" ist die oberste Stufe, deren Pflichtpunkte alle erfüllt sind.
Die maschinell prüfbare Grundkonformität nach ISO 14289-1: Strukturbaum vorhanden, Inhalt getaggt, Dokument als getaggtes PDF gekennzeichnet (MarkInfo), Dokumentsprache und Titel gesetzt, Titel-Anzeige aktiv, Kopfzellen-Zuordnung in Tabellen.
Maschinelle Anforderungen an die Strukturqualität über PDF/UA-1 hinaus: Strukturbaum mit Document-Wurzel, vorhandene Überschriften, keine übermäßig vielen leeren Absätze, keine als Absatz getarnten Listen, keine schiefen Tabellenzeilen, gültige Tag-Schachtelung nach ISO 32000-2 Annex L und Matterhorn. Setzt Stufe 4 voraus.
Maschinelle BMUV-Schärfung über Stufe 3 hinaus – u. a.: ausgeschriebene URLs/E-Mails als Link getaggt, Lesezeichentiefe passt zur Überschriften-Hierarchie, Tabellen und Bilder mit Unterschrift/Quelle in Div/Sect-Container, Unterschriften als Caption-Tag, Inhaltsverzeichnis-Einträge verlinkt, saubere Fußnoten-Struktur. Alles automatisch geprüft; keine manuelle Sichtung nötig. Setzt Stufe 3 voraus.
Die höchste Stufe. Zusätzlich zu den maschinellen Stufen 4–2 bestätigt eine fachkundige Person die manuell zu prüfenden Punkte – Tag-Semantik, Lesereihenfolge, Alternativtext-Qualität u. a. – und steht namentlich im Bericht. Voraussetzung für den Behörden-Anspruch, dass das Dokument auch inhaltlich gesichtet wurde.
Default-Profil. Maschinelle Prüfung der Matterhorn-Failure-Conditions in der im DACH-Raum verbreiteten Auslegung. Faustregel: ein PDF, das beim verbreiteten technischen Prüfwerkzeug grün ist, ist auch hier grün.
Opt-in über die Einstellungen. Vollständige maschinelle Prüfung gegen das PDF/UA-1-Validation-Profil. Setzt alle maschinell entscheidbaren Matterhorn-Failure-Conditions durch, inklusive Schrift- und Unicode-Detail-Tests (ToUnicode-Mapping §7.21.7, .notdef-Glyphen §7.21.8). Empfohlen für Auditoren mit Anspruch auf maximale technische Strenge.
Die vollständige Liste aller Prüfschritte für Stufen 1 bis 4: was prüft das Tool maschinell, was muss eine Sichtprüfung übernehmen, was ist für die Heuristik- Pipeline geplant. Steht aus Platzgründen auf einer eigenen Seite.
InklaraPDF 1.4.0 wird in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch und Spanisch bereitgestellt. Die Mehrsprachigkeit umfasst Benutzeroberfläche und Navigation, Stufen- und Prüfschritttexte, veraPDF-bezogene Befundtexte, Matterhorn-Titel und Erläuterungen, Berichtstexte sowie Kommandozeilenausgaben.
Befunde im aktiven Prüfprofil … und Sichtprüfungs-Profil …. In den Einstellungen anpassen.
Freie Bemerkungen zur gesamten Prüfung – erscheinen oben im Stufe-1-Bericht. Bleiben lokal auf diesem Gerät.
Alle Einstellungen werden ausschließlich lokal auf diesem Gerät gespeichert. Es gibt keine Cloud-Synchronisation und keine Telemetrie.
Strenge-Niveau der maschinellen PDF/UA-1-Prüfung. Wird sofort gespeichert. Die WCAG-Kontrastprüfung ist eine optionale Zusatzprüfung und steht im Tab „Zusätzliche Prüfungen".
Tag-Verschachtelung und Strukturqualität werden nach drei Quellen ausgewertet: BMUV-Handbuch (deutsche Ausgabe 11/2023, englische Ausgabe 07/2024), Tagged PDF Best Practice Guide der PDF Association und ISO 32000-2 Annex L (Structure-Element-Inclusion-Matrix).
Aktiv ist die deutsche Verwaltungs-Variante (BMUV). Sie ist weitgehend vergleichbar mit der internationalen PDF-1.7-Variante (Tagged PDF Best Practice) und unterscheidet sich in drei Detailpunkten: Fußnoten dürfen im Note-Tag stehen; Formeln dürfen im Form-Tag liegen; die Titel-/Schmutztitel-Seite darf als H1 getaggt sein.
Die PDF-2.0-Variante (WTPDF / PDF/UA-2) ist noch nicht verbreiteter Standard und in Vorbereitung – sie wird hier sichtbar, sobald sie produktiv nutzbar ist.
Alles für den Stufe-1-Bericht in einem Tab: Sichtprüfungsprofil, Prüfperson und eigene Prüfschritte. Audit-Notizen werden direkt im Befunde-Tab pro Prüfung hinterlegt.
Name, E-Mail, Organisation und Logo erscheinen oben im Stufe-1-Bericht. Alle Einträge bleiben lokal auf diesem Gerät.
Diese Prüfungen ergänzen die PDF/UA-Auswertung. Sie ändern den PDF/UA-Konformitätsstatus nicht und erscheinen im Bericht separat unter „Zusätzliche Prüfungen".
Prüft Schrift-Hintergrund-Kombinationen gegen die AA-Schwelle (4,5:1 Normaltext, 3,0:1 Großtext).
Meldet, wenn dieselbe Marked-Content-ID auf einer Seite mehrfach vergeben ist. Das DACH-Standardprogramm kann eine solche Datei nicht prüfen und bricht ab – InklaraPDF zeigt die Fundstelle.
Prüft, ob Inhaltsverzeichnis-, Fußnoten- und Querverweis-Links direkt auf das Ziel-Tag (Structure Destination) zeigen statt nur auf eine Seite. Strukturziele erlauben Screenreadern, präzise ans Ziel zu springen. Im Befund erscheint das als „… Links zeigen auf Seiten statt Strukturelemente".
Meldet Strukturelemente, die über eine MCID auf Seiteninhalt verweisen, der im Content-Stream nicht existiert – der Tag zeigt ins Leere. Das DACH-Strukturprüfprogramm meldet eine falsche Struktur und stoppt die Vorschau pro totem Verweis.
Heuristiken, die das DACH-Standardprogramm als „möglicherweise unangebracht" meldet. ISO 14289 und Matterhorn erlauben die Konstellationen formal – keine Pflichtfehler.
Prüft, ob ein L-Strukturelement (Liste) oder ein Table-Strukturelement (Tabelle) direkt unter einem P-Tag (Absatz) verschachtelt ist. Kein Fehler: Ein Absatz darf laut PDF-Standard beliebig viele Listen oder Tabellen enthalten (ISO 32000-2, Anhang L: P → L / Table = 0..n).
Prüft, ob ein Span-Strukturelement direkt unter einem Caption- oder BlockQuote-Tag liegt. Kein Fehler: Ein Span darf laut PDF-Standard direkt in einer Bildunterschrift oder einem Blockzitat stehen (ISO 32000-2, Anhang L: Caption → Span = 0..n, BlockQuote → Span = 0..n).
Prüft, ob ein Figure-Strukturelement direkte Sub-Strukturelemente (Div, P, L, H, …) als Kinder trägt. Kein Fehler: Ein Bild (Figure) darf laut PDF-Standard Unter-Strukturelemente enthalten (ISO 32000-2, Anhang L).
Prüft, ob Figure-, Note- und Reference-Strukturelemente der Konvention zum Layout-Attribut /Placement folgen: freistehend mit /Placement /Block, bzw. auffällig als direktes Kind eines Fließtext-Tags (P/Hn). Eine Reference wird nur direkt unter Caption geprüft (dort braucht sie /Placement /Block). Einordnung: ISO 14289-2:2024 beschreibt das (Annex B, Klausel 8.2) als semantisch sinnvoll, aber ausdrücklich „optional" – keine Pflicht, kein „shall"; ISO 14289-1 und Matterhorn fordern es gar nicht. Für die Sprachausgabe folgenlos (Screenreader lesen die logische Reihenfolge). Informativer Hinweis, status-neutral.
Prüft, ob ein Container-Tag (Div/Part/Art/Sect) direkt unter einem Link-Strukturelement liegt. Annex L verbietet das nicht, aber das DACH-Standardprogramm wertet es als mögliche unangebrachte Verwendung des Container-Tags.
Prüft, ob ein Link-Strukturelement direkt unter einem Container (Sect/Document/Div …) steht statt im Fließtext (P/Hn) – und ohne Lage-Attribut /Placement. Kein Fehler: Ein Link darf laut PDF-Standard auch außerhalb eines Absatzes stehen, das Lage-Attribut /Placement ist optional (ISO 32000-2, §14.8.5.4 + Anhang L: Block-Container → Link formal erlaubt). Gegenstück zu „Container als Kind eines Link-Tags".
Heuristiken, die das DACH-Standardprogramm als „möglicherweise unangebracht" meldet. ISO 14289 und Matterhorn erlauben die Konstellationen formal – keine Pflichtfehler.
Prüft, ob jede Fußnote im Strukturbaum über ein Reference-Tag mit dem Marker im Fließtext verknüpft ist. Ohne Verknüpfung kein Hin- und Herspringen zwischen Marker und Fußnotentext. Verankert in ISO 14289-2 §8.2.5.14.
Meldet Link- und andere Anmerkungen ohne lesbaren /Contents-Text. Screenreader haben keinen Sprechtext, wenn die Anmerkung erreicht wird.
Prüft, ob ein TOCI-Eintrag einen Sub-Container enthält, der weder Text trägt noch einen Link-Tag.
Prüft, ob ein TOCI-Link über eine Fit-Destination auf die ganze Seite zeigt statt direkt auf die Ziel-Überschrift. Ein Strukturziel erlaubt präzises Anspringen.
Meldet getaggten Inhalt (kein Artifact), dessen Text-Ursprung außerhalb der Seitenbegrenzung (CropBox) liegt – oft versehentlich verschobener oder vergessener Resttext.
Damit das Tool prüfen kann, müssen Java 11 oder neuer und die veraPDF-Kommandozeile auf diesem System verfügbar sein. Hier wird angezeigt, ob beides läuft.
Wenn Java oder veraPDF fehlt, hilft die Anleitung in INSTALL_USER.md. Nach der Installation diese Seite neu laden.
Bis zu 15 PDFs auf einmal prüfen. Die Berichte werden direkt in den gewählten Ausgabeordner geschrieben.
Bis zu 15 PDF-Dateien · Drag & Drop oder Klick